Hast du jemals vor deinem überquellenden Kleiderschrank gestanden und gedacht: „Ich habe nichts zum Anziehen“? Du bist nicht allein! Als Ordnungscoach begegne ich diesem Problem ständig. Es geht nicht um die Menge der Kleidung, sondern um das Chaos, das sich darin verbirgt. Lass uns gemeinsam einen Blick auf die 5 häufigsten Ausreden werfen, die uns davon abhalten, Ordnung zu schaffen.

Ich könnte das noch brauchen!

Diese Ausrede ist wohl eine der häufigsten, wenn es ums Ausmisten des Kleiderschranks geht. Viele von uns haben Schwierigkeiten, sich von Kleidung zu trennen, weil wir denken, dass sie irgendwann noch nützlich sein könnte. Aber wie oft trifft dieses „irgendwann“ wirklich ein?

Es ist wichtig, realistisch zu sein. Wenn du ein Kleidungsstück seit mehreren Jahren nicht getragen hast, wie wahrscheinlich ist es dann, dass du es in Zukunft tragen wirst? Oft halten wir an Dingen fest, weil sie uns an vergangene Zeiten erinnern oder weil wir hoffen, dass sie eines Tages wieder passen oder in Mode kommen werden. Diese Gedanken führen jedoch dazu, dass unser Kleiderschrank überquillt und wir den Überblick verlieren.

Die Wahrheit ist, dass das Festhalten an Dingen, die wir nicht nutzen, nicht nur unseren physischen Raum, sondern auch unseren mentalen Raum belastet. Es schafft Unordnung in unserem Zuhause und in unserem Geist. Anstatt Freude und Nutzen zu bringen, werden diese Kleidungsstücke zu einer Quelle von Stress und Schuldgefühlen.

Mein Tipp als Ordnungscoach: Sei ehrlich zu dir selbst. Frage dich bei jedem Kleidungsstück:

  • Macht es mich glücklich?
  • Trage ich es regelmäßig?
  • Passt es zu meinem aktuellen Lebensstil

Wenn die Antwort „Nein“ ist, ist es an der Zeit, loszulassen. Denke daran, dass das Freimachen von Platz in deinem Kleiderschrank auch Platz in deinem Leben für neue Dinge und Erfahrungen schafft.

Indem du dich von dem trennst, was du nicht brauchst, kannst du dich auf das konzentrieren, was dir wirklich wichtig ist.

UNVERBINDLICHE WARTELISTE

LIVE-Online-Seminar „REIF FÜRS AUSMISTEN“

Das ultimative Ausmist-Programm für Menschen mit Lebenserfahrung.

Du kannst jetzt schon einen Platz auf der unverbindlichen Warteliste für  meine Live-Online-Seminare sichern.

Möchtest du deine Fertigkeiten im Ausmisten ausbauen, ein Gefühl der Leichtigkeit in deinem täglichen Leben erfahren und eine nachhaltige Grundordnung in deinem Heim schaffen? Registriere dich für die Warteliste meines Live-Onlinekurses „Reif fürs Ausmisten“. Dieser speziell entwickelte Ordnungskurs richtet sich an Frauen mit Lebenserfahrung, die bereit sind, sich von überflüssigem Ballast zu trennen.

Vielleicht trage ich es irgendwann!

Dieser Satz ist verwandt mit der ersten Ausrede „Ich könnte das noch brauchen“ und verbirgt sich auch oft hinter der Unordnung in deinem Kleiderschrank. Aber frage dich ehrlich: Wird dieses „Wieder-passt-Moment“ jemals eintreten?

Überlege mal, welche „irgendwann“-Momente du in deinem Leben hast. Irgendwann wirst du abnehmen, mehr Sport treiben, häufiger ausgehen, den perfekten Job haben, die Kleidung an deine Kinder weitergeben, sie umnähen lassen, reparieren… Aber ist das Leben nicht zu kurz, um dein Wohlgefühl auf eine ungewisse Zukunft zu verschieben?

Wenn du bestimmte Kleidungsstücke nicht trägst, weil du auf ein „besseres“ Leben wartest, ist das eine Form der Prokrastination. Anstatt aktiv an den Veränderungen in deinem Leben zu arbeiten, die dich glücklicher machen könnten, verschiebst du alles auf ein unbestimmtes „später“.

Mein Rat an dich: Mach einen konkreten Plan. Überlege, wie du dein Gewicht reduzieren, fitter werden, einen erfüllenden Beruf ausüben oder Dinge in deinem Leben reparieren und in Ordnung bringen kannst – und fang endlich damit an. Vielleicht wirst du feststellen, dass die lange aufbewahrte Kleidung gar nicht mehr zu deinem neuen Ich passt. Oder vielleicht wirst du sie dann tatsächlich tragen. Aber egal, wie es ausgeht: Handle jetzt!

Es wird sicher irgendwann wieder in Mode kommen!

Vielleicht. Aber selbst wenn, fühlt es sich nicht so an, als hättest du es gerade neu gekauft. Und wenn dir jemand ein Kompliment dafür macht, werden die Worte „Oh, dieses alte Ding habe ich schon seit Ewigkeiten…“ schneller aus deinem Mund kommen, als du denkst. So wertest du das „alte Ding“ unbewusst ab.

Ja, das Design mag in abgewandelter Form zurückkehren, aber das Material altert. Die 15 Jahre in einer Kiste auf dem Dachboden hinterlassen ihre Spuren an deinem Kleidungsstück. Es hat nicht mehr den Glanz und Zauber von damals. Was sich einmal satt getragen hat, wird sich selten wieder frisch anfühlen.

Ein kleiner Denkanstoß: Wenn du alle modischen Kleidungsstücke aufbewahrst, in der Hoffnung, dass sie wieder „in“ werden, wie voll wird dann dein Kleiderschrank oder dein Zuhause nach ein paar Jahren? Willst du wirklich diese Platzfresser horten?

Und seien wir ehrlich: Es macht auch Spaß, sich ab und zu etwas Neues zu gönnen ?. Ein neues Stück kann frischen Wind in deine Garderobe und in dein Leben bringen. Es ist eine Gelegenheit, deine aktuelle Persönlichkeit und deinen Stil zum Ausdruck zu bringen. Also, warum nicht Platz schaffen für das Neue, das deine aktuelle Lebensphase besser widerspiegelt?

5 häufigsten Ausreden beim Chaos im Kleiderschrank mit Ordnungsfaden Marketa Lübben Mode Fashion

Das war zu teuer, um es wegzuwerfen

Auch diese Ausrede begegnet mir häufig beim Aufräumen mit meinen Klienten. Es ist verständlich, dass es schwerfällt, sich von teuren Kleidungsstücken zu trennen. Man erinnert sich an den Preis, den man bezahlt hat, und das löst oft das Gefühl aus, dass man das Stück behalten muss, unabhängig davon, ob es noch getragen wird oder nicht.

Doch hier ist ein wichtiger Denkanstoß: Der wahre Wert eines Kleidungsstücks liegt nicht in seinem Anschaffungspreis, sondern in seiner Nutzung und Freude, die es dir bringt. Wenn ein teures Kleidungsstück ungetragen im Schrank liegt, wird es zu einer Belastung statt zu einer Bereicherung deines Lebens. Es nimmt nicht nur physisch Platz in deinem Kleiderschrank ein, sondern belastet auch mental, da es dich ständig an den ungenutzten Wert erinnert.

Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte „versunkene Kosten-Falle“ – das Gefühl, dass man etwas behalten muss, weil man bereits Geld dafür ausgegeben hat. Aber diese Ausgaben sind bereits getätigt und nicht rückgängig zu machen. Die Frage sollte also nicht sein, wie viel es gekostet hat, sondern ob es dir heute einen Nutzen oder Freude bringt.

Es kann auch hilfreich sein, sich zu fragen: Würde ich dieses Kleidungsstück heute kaufen? Wenn die Antwort nein ist, ist es ein klares Zeichen, dass es Zeit ist, loszulassen. Vielleicht findest du jemanden, der sich darüber freut, oder du kannst es verkaufen und so einen Teil des Geldes zurückbekommen.

Denke daran, dein Ziel ist es, einen Kleiderschrank voller Kleidung zu haben, die du liebst und regelmäßig trägst. Kleidungsstücke, die nur wegen ihres Preises gehalten werden, stehen diesem Ziel im Weg. Es geht darum, Platz für Neues zu schaffen und dich von dem zu befreien, was dich nicht mehr glücklich macht – unabhängig vom Preis.

Es ist gut für Zuhause.

„Es ist gut für Zuhause.“ Diese Ausrede höre ich oft, wenn es um Kleidung geht, in der man sich in der Öffentlichkeit nicht mehr wohlfühlt. Aber frage dich: Warum sollte diese Kleidung dann gut genug für zuhause sein? Möchtest du dich nicht auch in deinen eigenen vier Wänden wohl und schön fühlen?

Natürlich, ein paar bequeme Kleidungsstücke für den Garten oder für Schmutzarbeiten sind absolut in Ordnung. Aber braucht es wirklich einen halben Schrank voll davon? Wahrscheinlich nicht. Es ist wichtig, dass du beim Ausmisten wirklich aussortierst und nicht nur umlagerst. Wenn du Kleidung, die du nicht mehr trägst, einfach in die Kategorie „für zuhause“ verschiebst, ist das kein echtes Aussortieren. Du verlagerst nur das Chaos von einem Ort in deinem Zuhause zu einem anderen.

Das Ziel des Ausmistens ist es, Platz zu schaffen und Dinge loszulassen, die nicht mehr zu deinem aktuellen Leben passen. Wenn du Kleidung aufhebst, nur weil sie „noch gut für zuhause“ ist, verpasst du die Gelegenheit, dich auch zuhause in deiner Kleidung rundum wohlzufühlen. Denke daran, dass dein Zuhause ein Ort sein sollte, an dem du dich entspannst und wohlfühlst – und das schließt auch deine Kleidung ein.

Fazit:

In diesem Blog haben wir uns mit den gängigsten Ausreden beschäftigt, die uns davon abhalten, unseren Kleiderschrank auszumisten. Von „Ich könnte das noch brauchen“ bis „Das war zu teuer“ – diese Hindernisse verstellen oft den Weg zu einem aufgeräumten und harmonischen Zuhause. Wir haben erkannt, dass es nicht nur um das Loslassen von Kleidung geht, sondern auch um das Befreien von mentalem Ballast und das Schaffen von Raum für Neues und Positives in unserem Leben.

Als dein persönlicher Ordnungscoach möchte ich dir Mut machen, diesen Schritt zu wagen. Ein aufgeräumter Kleiderschrank ist der Beginn eines befreiteren Lebensstils. Es geht darum, sich von dem zu trennen, was nicht mehr zu dir passt und Platz für Dinge zu machen, die dich wirklich glücklich machen. Also, fang heute an und erlebe die Veränderung, die ein geordneter Raum in deinem Leben bewirken kann.